Zum ersten Mal im neuen Jahr fand wieder ein besonderer Gottesdienst für unsere Kinder mit Gemeinde statt. Die Gemeinden Erding, M-Harthof und M-Neuhausen luden dazu alle Kinder und die Nachbargemeinden zum gemeinsamen Kindergottesdienst am 22.März ein. Dem Gottesdienst lag das Wort aus Matthäus 26, Vers 29 zu Grunde: „Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.“
In Erding begann der Gottesdienst mit der Frage „Was war das erste Wunder von Jesus?“ Die Antwort lautet: er verwandelte Wasser in Wein bei der Hochzeit zu Kana. Kann man denn Wasser überhaupt in Wein verwandeln? Dies durften die Kinder selbst ausprobieren und jedes Kind schüttete ein kleines bisschen Wasser in eine Flasche. Im gemeinsamen Gespräch fanden sie heraus, für was das Wasser stehen könnte, z.B. für unsere Sorgen oder für Dinge, die uns beschäftigen. Wenn ich immer wieder ein kleines bisschen Wasser in die Flasche schütte, sind die Sorgen ein kleines bisschen weniger, weil man etwas davon abgibt. Nun müssen wir daran glauben, dass Jesus unsere Sorgen etwas kleiner oder verändern kann, es besser/anders/gut werden kann. Denn Jesus kann uns tragen, er ist stark, er ist liebevoll und behutsam. Dies dürfen wir immer wieder im heiligen Abendmahl spüren. Das Abendmahl wird auch als Bekenntnismahl bezeichnet. Er freut sich, wenn wir uns zu ihm bekennen, nicht nur einmal, sondern immer wieder.
Natürlich waren die Kinder in Erding gespannt, ob es denn funktioniert hat und sie das Wasser in Wein verwandeln konnten. Siehe da: aus der Flasche kam rote Flüssigkeit, aber dies war Saft und stand sinnbildlich für den Wein.
Auch in Neuhausen stand das Abendmahl im Vordergrund. Der Dienstleiter Pr. Meder erklärte den Kindern die drei Kategorien des heiligen Abendmahles: das Gedächtnis-, das Liebes- und Bekenntnismahl. Anhand verschiedener Beispiele durften sich die Kinder dann den jeweiligen Kategorien zuordnen. Des Weiteren wurde den Kindern nahegelegt, dass das heilige Abendmahl das einzige Sakrament ist, das sich in jedem Gottesdienst wiederholt und immer die gleiche Gültigkeit innehat, unabhängig davon welches Amt das Mahl bereitet. Pr. Meder gab den Kindern mit, dass das heilige Abendmahl eine Energiequelle für uns und unser Leben ist, um im Alltag alles gut zu meistern und das zu vermeiden was Gott nicht gefällt.
Im Kindergottesdienst in M-Harthof hörten die Kinder die Geschichte von der Stiftung des Heiligen Abendmahls, in der Jesus Brot und Wein als Zeichen seiner Liebe und Hingabe mit den Jüngern teilte. Gemeinsam entdeckten sie, dass diese Zeichen – wie ein Herz für die Liebe – nicht wörtlich gemeint sind, sondern uns an Jesu Nähe und Vergebung erinnern. Die Kinder erfuhren außerdem, wie im Gottesdienst die Hostien ausgesondert werden und dadurch eine besondere Bedeutung erhalten. Besonders anschaulich wurde dies durch den Vergleich mit einer einfachen Muschel: Sie bleibt äußerlich dieselbe, doch sobald jemand sagt „Sie erinnert mich an meinen Urlaub“, bekommt sie eine neue, persönliche Bedeutung – genau so verändert der Glaube die Bedeutung des Abendmahls. Durch kleine Mitmachaktionen wie dem Probieren von ungesäuertem Brot und Traubensaft wurde die biblische Geschichte für die Kinder lebendig. Am Ende durften sie darüber nachdenken, welche Bedeutung das Heilige Abendmahl für sie selbst hat.