Am Donnerstag, den 02. Oktober 2025, machten sich 47 Jugendliche des Bezirks München-Nord voller Vorfreude, gemeinsam mit ihren Jugendleitern, auf den Weg zur Jugendfreizeit auf dem Ferienhof Schiermeier in Tyrnau.
Im Vorfeld war die Jugend über den WhatsApp-Kanal immer wieder über den Fortschritt der Vorbereitungen auf dem Laufenden gehalten worden, so dass Spannung und Vorfreude auf das Wochenende stetig stiegen. Als am Abend auch die Letzten eintrafen, war bereits eine mega Stimmung, geschürt aus Wiedersehensfreude und Spaß an den Spielen.
Nach einer kurzen Nacht - Schnarcheinlagen und ein morgendliches Weckerkonzert derer, die ihre Wecker noch auf Arbeitszeit eingestellt hatten - dann startete der Freitagmorgen mit einem Tagesempuls beim Frühstück und anschließendem
Tagesprogramm.
Start: Musikalischer Workshop
Der erste Tagesordnungspunkt war ein musikalischer Workshop, in dem bis zum Mittagessen ein eigener Song entstehen sollte. Hierzu wurden die Jugendlichen zunächst in vier Gruppen mit unterschiedlichen Aufgaben eingeteilt. Die erste Gruppe war zuständig für die Melodie, die zweite für den Liedtext. Eine dritte Gruppe war verantwortlich für den Chorus, während die vierte Gruppe nach Synonymen recherchierte um letztendlich das Zusammensetzen und Feilen der einzelnen Teile zu erleichtern. Nachdem alle Gruppen fertig waren, durfte jeder das Erarbeitete vorstellen. Anschließend wurden alle Puzzleteile aneinandergefügt.
Nach dem letzten Feinschliff entstand ein wunderschönes Lied: „Yes to life“, mit Ohrwurmpotential. Es umrahmte nicht nur den Gottesdienst, sondern sollte auch der Sound des Wochenendes werden.
Workshop „sag Ja zu dir
Nach dem Mittagessen starteten die vier Workshops rund um das Wochenendsmotto „Sag Ja“.
Der Workshop „sag Ja zu dir“ behandelte in erster Linie das Thema Selbstliebe. In diesem emotionalen Workshop hatte jeder die Möglichkeit über seine Probleme und Selbstzweifel offen zu sprechen. In zahlreichen Bibelversen ist besonders das Wort “Was kann man dazu noch sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?” Römer 8:31 HFA hervorgestochen. Beendet wurde der Workshop mit einem Gebetskreis, in dem alle miteinander und füreinander beteten. Denn Gott sagt immer „JA“ zu uns!
Anschließend ging es für die Konfirmanden zum Konfirmandenunterricht, während die restlichen Jugendlichen Zeit zur freien Verfügung hatten. Einige spielten Basketball oder Fußball, andere ließen sich von den kalten Temperaturen um die 8 Grad nicht abschrecken und gingen im anliegenden Weiher baden. Eine kleine Gruppe nutze die Zeit zum Wandern, während der Rest Billiard und Kartenspiele spielte. Gegen Abend wurde dann der Grill angeschmissen und der Abend klang am Lagerfeuer mit Gitarre und Gesang aus.
Workshop „Ja zu Gemeinschaft“
Nach einer weiteren kurzen Nacht, die einige auf einem Matratzenlager im Flur verbrachten, startete der Samstag wieder mit einem Morgenimpuls zum Frühstück. Im Anschluss durchliefen die Jugendlichen die restlichen drei Workshops. „Ja zu Gemeinschaft“ hierbei ging es um die Gemeinschaft miteinander und mit Gott. Hierzu bearbeiteten die Jugendlichen Bibelstellen und spielten teambildende Spiele. Hierbei wurde deutlich: Gemeinschaft misst sich nicht an der Anzahl der Leute, sondern an dem Gefühl, das sie einem geben. “Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18:20)
Workshop „Vertrauen“
Ein weiterer Workshop behandelte das Thema „Vertrauen“. Zu Beginn der Stunde wurde eine Meditation durchgeführt. Hier sollte man sich selbst vertrauen und festigen wie die Wurzeln eines Baumes. Der Leitgedanke war „Glaube beginnt mit Vertrauen“. Nach einem Kennenlernspiel wurden in Zweierteams Vertrauensübungen gemacht. Beendet wurde die Stunde mit einer weiteren Meditation.
Workshop „Zuhören“
In dem letzten Workshop ging es um „Zuhören“. Hier wurde verdeutlicht, wie sehr wir manchmal durchs Leben rennen. WIr hören nicht hin was uns der liebe Gott oder aber auch unser eigener Körper sagen möchte. Oft wollen wir auch gar nicht hören was uns gesagt wird, da wir es uns anders vorgestellt haben oder aber wir bitten gezielt um Antworten oder Zeichen. So oder so gilt es hinzuhören. Einige Jugendliche konnten von Glaubenserlebnissen berichten.
Gottesdienst
Sonntagmorgen begann bereits das Kofferpacken bevor dann um 09:15 Uhr die Einstimmung auf den Gottesdienst und anschließend um 10:00 Uhr der Gottesdienst selbst begannen. An diesem Sonntag hatten wir das Wort: "Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen." (Sprüche 3:5-6) In diesem Gottesdienst wurde unterstrichen, dass wir unseren Verstand durchaus nutzen sollen. Aber wir müssen auch auf das hören, was uns Gott sagen will, und ihm vertrauen, dass das der richtige Weg ist. Hier betonte der mitdienende Diakon auch nochmal: „Wer auf Gott baut, der baut nicht auf Sand!“.
Nach dem Mittagessen machten sich die Jugendlichen nach und nach wieder auf den Weg nach Hause und freuen sich schon auf nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: „Wir sehen uns auf der Jugendfreizeit!“.