Ein bayerisches Frühstück, eine Stadtführung voller Überraschungen und eine Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg: Die Bezirksämter des Apostelbereichs München verbrachten mit ihren Frauen ein erlebnisreiches Wochenende im Weilheimer Oberland.
Was haben ein bayerisches Frühstück, ein Stadtarchivar, ein geheimnisvolles Loch in der Kirchendecke und eine Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg gemeinsam? Sie alle gehörten zu einem rundum gelungenen Wochenende, zu dem sich am 17. und 18. Oktober 2026 die Bezirksämter des Apostelbereichs München mit ihren Frauen im Oberland trafen. Und mittendrin die Frage, die sich erst später auflösen sollte: Was hat Heberlein mit Hasilein gemeinsam?
Der Samstag begann an der Neuapostolischen Kirche in Weilheim mit einem zünftigen bayerischen Frühstück. Bei Leberkäs, Kartoffelsalat, Brezen – und für den einen oder anderen auch einem frischen Weißbier – war bei angeregten Gesprächen schnell klar: Die Stimmung passte, die Gemeinschaft sowieso. Apostel Andreas Sargant eröffnete das Treffen mit einem Gebet, bevor Bezirksevangelist Roland Ländle die Gäste herzlich im Oberland willkommen hieß.
Gestärkt und bestens gelaunt ging es anschließend auf Entdeckungstour durch die Stadt. Als Stadtführer wartete Dr. Joachim Heberlein auf die Gruppe – Stadtarchivar, ausgewiesener Kenner Weilheims und, wie sich schnell herausstellte, ein Weilheimer mit Leib und Seele. Mit viel Sachkenntnis, Humor und einer gehörigen Portion Heimatliebe führte er durch die Geschichte seiner Stadt.
Und damit klärt sich auch die Frage nach Heberlein und Hasilein: Dr. Heberlein ist ein „echter“, in Weilheim geborener Weilheimer – und ebenso stammt die Frau von Bezirksevangelist Roland Ländle, liebevoll „Hasilein“ genannt, aus dieser Stadt.
Die Führung hatte einiges zu bieten. So erfuhren die Teilnehmer, dass St. Pölten tatsächlich ein Stadtteil von Weilheim ist – wer hätte das gedacht? Manch einer dürfte dabei eher an Österreich gedacht haben. Auch die Geschichte der Kirchenbänke sorgte für Schmunzeln: Früher war der Platz in der Kirche durchaus eine Frage des Geldbeutels. Außenplätze waren besonders begehrt und entsprechend teurer – schließlich wollte man nicht nur den Gottesdienst erleben, sondern auch sehen und gesehen werden. Möglich machte das das sogenannte Kirchensitzgeld. In der Kirche selbst wartete zudem das „Heilig-Geist-Loch“ in der Kuppel auf die neugierigen Besucher; der Blick von oben nach unten war durchaus beeindruckend.
Und dann war da noch die Frage, warum Adam eigentlich in den Apfel gebissen habe. Die Antwort des Stadtführers fiel ebenso knapp wie überzeugend aus: „Dass a Ruah war!“ Spätestens da war klar, dass dieser Stadtführer nicht nur viel wusste, sondern auch den bayerischen Humor bestens beherrschte.
Nach so viel Geschichte ging es hoch hinaus – zur Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg. Dort wartete mit Fritz Schönenborn ein weiterer kundiger Begleiter. Der frühere Bezirksvorsteher hatte über 40 Jahre an der Wetterstation gearbeitet und wusste entsprechend viel über Wetterbeobachtung und die Messung verschiedenster meteorologischer Größen zu berichten. Zu einem Wochenende im Oberland mit so vielen Höhepunkten passte das bestens – ganz nebensächlich durfte das Wetter schließlich nicht sein.
Am Abend klang der erlebnisreiche Tag bei einem gemeinsamen Essen in angenehmer Atmosphäre aus. Es wurde erzählt, gelacht und die Gelegenheit genutzt, sich abseits des Alltags auszutauschen. Gerade diese persönlichen Begegnungen machen solche Treffen so wertvoll.
Am Sonntagmorgen stand das gemeinsame Erleben des Glaubens im Mittelpunkt. Apostel Sargant diente den Gemeinden Weilheim und Peiting und setzte damit einen geistlichen Höhepunkt zum Abschluss des Wochenendes. Eine besondere Freude war die Ernennung von Priester Gerhard Lehner aus der Gemeinde Peiting zum stellvertretenden Vorsteher der Gemeinde Weilheim. Außerdem empfingen ein Erwachsener und ein Kind zur Freude der Gemeinde die Gabe des Heiligen Geistes.
Bei einem gemeinsamen Mittagessen klang das Wochenende schließlich gemütlich aus. Mit vielen schönen Eindrücken und persönlichen Begegnungen im Gepäck machten sich die Teilnehmer wieder auf den Heimweg.
Text / Bilder: NAK Weilheim