In den Gemeinden Harthof, Erding und Neuhausen fanden am 19.07.2026 die zweiten diesjährigen Bezirkskindergottesdienste statt.
Ein kleiner Einblick:
Gemeinde Erding
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Bibelwort aus dem Matthäusevangelium:
„Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Ein Teil aus dem Gebet des „Unser Vater“. Die Kinder wurden aktiv in den Gottesdienst mit einbezogen, um die Bedeutung des Gebets und des Glaubens im Alltag zu erarbeiten:
• Die Formen des Gebets:
Gemeinsam wurde zusammengetragen, wie man mit Gott sprechen kann – ob durch gefaltete Hände, geschlossene Augen, im Knien oder auch in der Stille. Dabei wurde betont, wie wichtig es ist, mit dem Herzen zu beten.
• Die Geschichte vom Manna in der Wüste:
Anhand der Wüstenwanderung des Volkes Israel wurde den Kindern vermittelt, wie Gott sein Volk täglich mit Wachteln und Manna (Himmelsbrot) versorgte. Dass das Manna nur für den jeweiligen Tag gesammelt werden konnte, verdeutlichte die wertvolle Botschaft: Gottvertrauen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns Tag für Tag sorgt.
• Bedeutung des Bibelverses aus dem Unser Vater:
o „Unser“: Steht für die Gemeinschaft. Es bedeutet, nicht nur an sich selbst zu denken, sondern auch darauf zu achten, dass es anderen gut geht und alle versorgt sind.
o „Täglich“: Zeigt, dass wir jeden Tag neu unser Vertrauen auf Gott setzen dürfen – sei es für den kommenden Tag in der Schule oder im Kindergarten.
o „Brot“: Symbolisiert Bescheidenheit und die Einfachheit der Schöpfung (Wasser und Getreide). Es steht für das Grundlegende, das für jeden Menschen erreichbar sein soll.
Der Gottesdienst vermittelte den Kindern wie auch der gesamten Gemeinde auf lebendige Weise, wie wichtig Dankbarkeit, Gemeinschaft und das tägliche Vertrauen in die Fürsorge Gottes im eigenen Leben sind.
Gemeinde Neuhausen
Im Kindergottesdienst wurde den Kindern und der ganzen Gemeinde wieder einmal ein schönes Bild geschenkt.
Sozusagen der gemeinsame Nenner zwischen dem oft gesagtem "Ich denk an Dich" und dem für einen Kindergottesdienst doch etwas längerem Textwort „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung (Jeremia 29,11).
Die schützende Hand Gottes, die uns umfasst, beschützt und mit Frieden und Hoffnung umgibt. Um in diesem Bild zu bleiben haben die Kinder zusammen erarbeitet was denn nun die einzelnen Finger dieser schützenden Hand bedeuten könnten. So waren unter anderem Gnade, Liebe, Segen und Zuversicht eine wunderbare Einleitung zum gemeinsamen Abendmahl.
Gemeinde Harthof
Auch der Kindergottesdienst in München-Harthof stand unter dem Textwort „Unser tägliches Brot gib uns heute“ aus dem Unser Vater.
Gemeinsam erinnerten sich die Kinder daran, dass Jesus dieses Gebet seinen Jüngern beigebracht hat, und ordneten das Unser Vater mit Bildkarten in die richtige Reihenfolge.
In einer Gesprächsrunde stellten die Kinder gemeinsam fest, dass „tägliches Brot“ weit mehr bedeutet als nur Essen, nämlich alles, was wir im Alltag zum Leben brauchen.
Priester Tengler erläuterte anhand der Geschichte vom Manna – dem Brot, das Gott den Israeliten während ihrer langen Wanderung durch die Wüste schenkte, nachdem sie aus der ägyptischen Sklaverei geflohen waren – wie Gott schon damals täglich für die Menschen sorgt.
Mit einer kleinen Bewegungs-Aktion erfuhren die Kinder spielerisch, wie schnell Unzufriedenheit und Neid entstehen können, wenn man vergleicht, was andere haben.
Die Kinder sprachen anschließend noch darüber, warum man im Gebet nicht nur an uns selbst denken sollte, sondern auch an Menschen, die Hunger, Angst oder Einsamkeit erleben.
Der Spruch „Ich bat Gott um Blumen … und er gab mir Regen“ half zu verstehen, dass Gottes Hilfe manchmal anders aussieht, als wir es uns wünschen, aber dennoch gut für uns ist.
Auch die Geschichte von Jesus zeigte, dass Gottes Pläne oft überraschend sind und trotzdem zum Guten führen.
Am Ende wurde den Kindern Mut gemacht, darauf zu vertrauen, dass Gott sie täglich begleitet und ihnen gibt, was sie brauchen.