Fast auf den Tag genau 191 Jahre nach der Aussonderung der neuzeitlichen Apostel diente Apostel Andreas Sargant am 15. Juli in Unterhaching den dort versammelten Gemeinden. Im Mittelpunkt: die Sendung des Apostelamtes – und der, der dahintersteht.
Am Mittwochabend, dem 15. Juli 2026, war die Kirche in Unterhaching gut besetzt: Die Geschwister der Gemeinde hatten sich gemeinsam mit den Gemeinden Berg am Laim und Ottobrunn versammelt, um mit Apostel Andreas Sargant Gottesdienst zu feiern. Ein kleiner Chor umrahmte den Abend, der ganz im Zeichen der Sendung des Apostelamtes stand.
Der Apostel erinnerte zunächst an die erneute Besetzung des Apostelamtes im Jahr 1835 in England und Schottland – ein Datum, das sich zwei Tage zuvor gejährt hatte. Das Textwort aus Matthäus 10,40 stellte klar, wer hinter dieser Sendung steht: nicht menschliche Berufung, sondern Jesus Christus selbst. Und die Bibellesung aus Johannes 20,19–23 zeigte, womit die Apostel für die Ausübung ihres Amtes ausgestattet wurden: mit dem Heiligen Geist – und mit dem Auftrag zur Vergebung der Sünden.
In diesem Sinn wirken die Apostel bis heute. Im Vordergrund stehen dabei das Amt, die empfangene Vollmacht und der göttliche Auftrag – nicht die Person, die es trägt. Ihre Aufgabe ist es, die von Jesus überlieferte Lehre zu verkündigen und die Seelen zum Heil zu führen. Wer sie aufnimmt, ihre Lehre hört und umsetzt, der nimmt Jesus auf. In der Gemeinschaft der Gläubigen wird es dann möglich, in das Wesen Jesu hineinzuwachsen und sich auf seine Wiederkunft vorzubereiten. Unterstrichen wurden diese Gedanken durch die Wortbeiträge des stellvertretenden Bezirksvorstehers Jörn Kerkhoff und des Vorstehers der Gemeinde Ottobrunn, Priester Speidel.
Im Anschluss feierte die Gemeinde in schöner Atmosphäre die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl. Danach blieb Zeit, sich persönlich vom Apostel zu verabschieden.
Hintergrund: 14. Juli 1835 – Die neuzeitlichen Apostel werden ausgesondert.
Text / Bilder: NAK Unterhaching