Kurz nach seiner Beauftragung für Süddeutschland erlebte die Gemeinde Murnau an einem hochsommerlichen Abend einen besonderen Gottesdienst. Ein unvergessliches Erlebnis, das die Bedeutung von lebendigem Glauben und echter Gemeinschaft in den Mittelpunkt rückte.
Nur wenige Tage nach dem feierlichen Festgottesdienst zu seiner Beauftragung als neuer Bezirksapostel für Süddeutschland besuchte Martin Rheinberger am Donnerstag, den 25. Juni 2026, die kleine Gemeinde Murnau am Staffelsee. Zu diesem besonderen Anlass waren auch die Glaubensgeschwister der Nachbargemeinde Garmisch-Partenkirchen sowie die Vorsteher des Bezirkes München-Süd geladen.
Den Gottesdienst in der voll besetzten Kirche prägten hochsommerliche Temperaturen. Der Bezirksapostel nahm dies direkt auf und betonte: Wer an einem so heißen Abend den Weg in die Kirche finde, bei dem müsse man nicht mehr fragen, ob der Glaube noch vorhanden sei – da sei der Glaube spürbar. Als Grundlage für den Abend diente das Bibelwort aus Apostelgeschichte 2, Vers 42:
„Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“
Passend zum Johannistag am 24. Juni schlug der Bezirksapostel den Bogen zu Johannes dem Täufer. Er verwies auf den berühmten Isenheimer Altar des Malers Matthias Grünewald. Dort ist Johannes mit einem überdimensionierten, geradezu unnatürlich großen Zeigefinger dargestellt. Was auf den ersten Blick unproportioniert wirken mag, trägt eine tiefe theologische Botschaft: Johannes weist unübersehbar auf Jesus Christus hin. Dies sei auch für uns heute ein starkes Vorbild im Glauben, so der Bezirksapostel – stets auf Jesus aufmerksam zu machen.
Mit Blick auf das Bibelwort zitierte Bezirksapostel Rheinberger die Übersetzung der „Gute Nachricht Bibel“ (GNB): „Sie alle widmeten sich eifrig dem, was für sie als Gemeinde wichtig war ...“ Er merkte an, dass dies genau das Arbeitsprogramm sei, das ihm der Stammapostel für seinen Dienst mit auf den Weg gegeben habe. Doch wer nun in den Reihen dachte, er könne sich zurücklehnen, da dies ja die Aufgabe des Bezirksapostels sei, wurde liebevoll korrigiert: Das zentrale Wort in dem Bibelvers lautet „Sie“.
Sie alle blieben beständig, sie alle widmeten sich. Der Auftrag gilt ausnahmslos jedem, ganz nach seinen individuellen Gaben. Dazu fand er einprägsame Worte: „Der liebe Gott braucht mich nicht – aber er will mich brauchen.“ Genau das Gleiche gelte für jeden Einzelnen in der Gemeinde und seine ganz persönlichen Aufgaben.
Anschließend vertiefte der Bezirksapostel die vier Kernaspekte aus dem Bibelwort, die für alle ein Maßstab sein sollen:
Im Anschluss an die Predigt feierte der Bezirksapostel das Heilige Abendmahl mit der Gemeinde, das er gemeinsam mit Apostel Andreas Sargant austeilte. Musikalisch wunderschön umrahmt wurde der Abend vom Chor- und Orchester-Ensemble aus Garmisch-Partenkirchen und Murnau. Für die kleine Gemeinde im großen süddeutschen Arbeitsbereich bleibt es ein nachhaltiger und unvergesslicher Abend.
Text / Bilder: NAK Murnau