Zweifel im Glauben – was ist das überhaupt und ist das schlimm? Mit dieser Frage haben sich die Kinder aus den beiden Bezirken München Nord und Süd am Kindertag beschäftigt. Rund 140 Gottesdienstteilnehmer von Klein bis Groß kamen am 27.07.2025 in der Kirche München Laim zusammen. Diesem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Johannes 20 und 29 zu Grunde: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“
Die beiden Priester, Stefan Meder und Tim Tengler, führten die Kinder mit einer kurzen lebensnahen Geschichte in das Thema „Glauben und Zweifeln“ ein. Schnell stellten sie fest, dass es ganz schön schwer zu erkennen ist, ob etwas wahr oder falsch ist, vor allem wenn es sich um Dinge handelt, die man gar nicht sehen kann, sondern glauben muss. Wie beispielsweise bei den Fragen: „Wenn man einen Regenbogen anfasst, hat man dann nasse Hände? Konnte Jesus wirklich auf dem Wasser gehen?“
Dabei können schnell Zweifel kommen. Vor allem der Teufel, der „Diabolos“ oder Unruhestifter, fördert die Zweifel und will unser Glaubensleben durcheinanderbringen. Er macht dies in verschiedenen Momenten, z.B. wenn man traurig, wütend oder krank ist oder auch bei schönen Dingen.
Gemeinsam erarbeiteten sie, dass es ein paar Möglichkeiten gibt, diese Zweifel loszuwerden, in dem man beispielsweise betet oder auch mit den Erwachsenen spricht.
Auch wenn es manchmal ein wenig dauert, die Zweifel loszuwerden, wissen wir, dass Gott uns trotzdem liebt und für uns da ist.
Nach der Hauptpredigt leitete Priester David Zenker -mit leiser Klaviermusik durch Priester David Löbl untermalt- auf das heilige Abendmahl über. Er verdeutlichte anhand eines weißen Tischtennisballs, welcher die Seele darstellte, dass man diese nicht sehen kann, sondern glauben muss, dass sie in uns ist. Durch viele Dinge, z.B. Lügen oder Streit kommen schwarze Punkte darauf. Weder die Flecken auf dem Tischtennisball noch unsere Sünde können wir selbst einfach so wegradieren. Dies kann nur Gott allein. Nun müssen wir glauben, dass der große Gott dieses Wunder vollbringt und unsere Flecken wegwischt und die Seele danach wieder rein und weiß ist.
Zum Abschluss des Gottesdienstes sangen alle Gottesdienstteilnehmer das Lied „Fürchte dich nicht“ als Bestätigung, dass Gott immer bei uns ist und wir keine Angst haben brauchen.
Nach dem Essen von vielen Leckereien begann das Nachmittagsprogramm. Dieses stand unter dem karitativen Motto „Schultüten für alle“. Die Stiftung „Wir helfen München - Bunte Münchner Kindl“ sammelt jedes Jahr Schultüten und Schulbedarf für Kinder, deren Start in das Schulleben nicht so einfach ist.
Alle Kinder des Kindertages waren mit Feuereifer dabei und kreierten wunderschöne 50 Schultüten. Das Jahresmotto „Es ist Zeit Gutes zu tun“ haben die vielen Kinderhände auf wunderbare Art und Weise umgesetzt.
Es gab aber auch noch viele weitere kreative Bastelstationen: Buttons kreieren, Leinwände und Untersetzer bemalen, Armbänder erstellen und eine Postkarte an einen lieben Menschen schreiben.
Am Montag, den 28.07., wurden die Schultüten dann dem Verein übergeben. Auch hier war viel Dankbarkeit und Rührung zu spüren.
Wir wünschen allen zukünftigen Schulkindern einen wundervollen ersten Schultag und ganz viel Freude in der Schule.