Am Mittwochabend, den 25. März 2026, versammelten sich die Glaubensgeschwister der Gemeinde Bad Tölz zu einem besonderen Gottesdienst, bei dem Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger als Gast diente.
Zu diesem feierlichen Anlass waren nicht nur die Gemeinden Miesbach und Murnau vor Ort eingeladen, sondern auch alle weiteren Gemeinden des gesamten Kirchenbezirks per Livestream-Übertragung zugeschaltet. Die Grundlage für die Predigt bildete das Bibelwort aus Hesekiel 11, die Verse 19 und 20, in dem Gott verspricht, das steinerne Herz aus dem Leib seines Volkes wegzunehmen und es durch ein lebendiges, fleischernes Herz zu ersetzen.
„Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben,
damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
Bezirksapostelhelfer Rheinberger erläuterte in seinen Ausführungen, dass ein solches Herz die Voraussetzung dafür ist, Gottes Gebote aus Freiheit und Liebe zu halten. Er verdeutlichte dies an drei wesentlichen Säulen:
Die Kirche Christi ist eine Kirche des Handelns, nicht des Abwartens. Ein lebendiges Herz nutzt die gottgegebenen Talente angstfrei für die Gemeinschaft.
Wahre Demut zeigt sich nicht in Äußerlichkeiten, sondern im praktischen Dienen am Nächsten – ganz nach dem Beispiel Jesu bei der Fußwaschung.
Glaube und Vertrauen sind untrennbar. Ein fleischernes Herz vertraut der Führung des Heiligen Geistes und dem Wirken des Apostelamtes, auch wenn menschliche Entscheidungen manchmal schwer zu verstehen sind.
Der Mitdienende Bezirksevangelist Angermann vertiefte diesen Gedanken und rief dazu auf, gerade in einer Zeit voller unverständlicher Botschaften empfindsam für Gott zu bleiben. Er ermutigte die Gemeinde – sowohl in Bad Tölz als auch an den Bildschirmen im gesamten Bezirk –, Jesus Christus in den Mittelpunkt des Lebens zu stellen, damit die Seele warm und für die Not der Mitmenschen offen bleibt.
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war die Heilige Versiegelung eines Kindes, dessen Eltern aus einem fernen Land nach Oberbayern gekommen waren. Der Bezirksapostelhelfer hob hervor, dass dieses Kind bereits jetzt, ohne eigenes Verdienst, vollen Anteil an der Herrlichkeit Gottes hat. Er gab den Eltern den Rat mit auf den Weg, ihrem Kind ein Vorbild zu sein und es in der Gewissheit zu erziehen, dass Gott stets an seiner Seite bleibt.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem gemeinsamen Gebet schloss der Gottesdienst vor Ort mit dem Segen. Während sich die Geschwister in der Kirche von Bad Tölz noch zum persönlichen Verabschieden sammelten, endete die Übertragung für den restlichen Kirchenbezirk mit einem besonderen musikalischen Gruß: Dem von einem Männerchor vorgetragenen irischen Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“.
Mit diesen herzlichen Klängen und neuen Impulsen für ein lebendiges Glaubensleben wurden die Teilnehmer an den Bildschirmen in den Abend entlassen, verbunden im gemeinsamen Wunsch nach Gottes bleibendem Geleit.
Text / Bilder: NAK Bad Tölz