Gemeinsam wachsen, Verantwortung teilen und Gott im Alltag vertrauen – unter diesem Leitgedanken stand die gemeinsame Versammlung der Vorsteher beider Münchner Kirchenbezirke.
Am 2. Februar 2026 setzte Bischof Paul Hepp in unserer Kirche in München-Mittersendling mit einem inspirierenden Impuls ein Zeichen für die enge Zusammenarbeit und das Vertrauen auf göttliche Hilfe in herausfordernden Zeiten.
Glaube ist auf Gemeinschaft angelegt – das ist in München längst keine Theorie mehr. Was in der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit bereits erfolgreich praktiziert wird, findet nun auch auf Ebene der Gemeindeleitungen eine Fortsetzung. Ziel des Abends war es, die Vorsteher der Bezirke Nord und Süd noch enger in den Austausch zu bringen und ein Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung zu knüpfen. Die positiven Erfahrungen aus der bereits bezirksübergreifenden Arbeit geben dabei Rückenwind: Gemeinschaft macht den Glauben erlebbar und trägt den Einzelnen.
Den Schwerpunkt des Abends bildete ein geistiger Impuls von Bischof Hepp, der die Frage nach der Verantwortung aus dem Glauben heraus beleuchtete. Basierend auf der biblischen Erzählung aus Matthäus 17 (die Zahlung der Tempelsteuer) zog er Parallelen zum heutigen Dienst in der Gemeinde.
„Mut heißt in dieser Situation nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, trotz offener Fragen den nächsten Schritt zu gehen im Vertrauen darauf, dass Gott schon längst am Werk ist.“
Bischof Hepp verdeutlichte, dass Jesus oft nicht durch große Wunderprojekte, sondern durch ganz pragmatische Wege hilft. So wie Petrus angewiesen wurde, einfach zum See zu gehen und den Fisch zu fangen, in dessen Maul sich das nötige Geld befand, so seien auch wir aufgerufen, die Verantwortung anzunehmen und im Vertrauen loszugehen.
Der Abend ließ Raum für den Dialog darüber, wie Verantwortung heute gelebt werden kann, ohne unter dem Druck der Herausforderungen zu erlahmen. Die Botschaft war klar: Gott schenkt oft genau das, was fehlt – nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern schlichtweg genug für den nächsten Schritt. Die Versammlung endete mit dem bestärkenden Gefühl, dass die Zusammenarbeit der beiden Bezirke nicht nur eine organisatorische Erleichterung, sondern eine geistliche Bereicherung für ganz München darstellt.
Text / Bild: NAK München