Am Sonntag, den 19. Januar 2025, hielt Bezirksapostel Michael Ehrich in der Gemeinde München-Mittersendling einen besonderen Gottesdienst, der unter dem Wort aus Matthäus 24,44 stand: „Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.“
Der Gottesdienst rückte die Bedeutung der Bereitschaft im Glauben in den Mittelpunkt. Anhand biblischer Beispiele – vom Auszug Israels aus Ägypten bis hin zur Aufforderung des Apostels Petrus, stets bereit zu sein, die Hoffnung im Glauben zu verkünden – zeigte der Bezirksapostel, wie entscheidend es ist, mit Herz und Hand dem Herrn zu dienen. Inspiriert durch die ergreifenden Musikbeiträge, schöpften die Gläubigen neue Kraft und Zuversicht für ihren Glaubensweg.
Bezirksapostel Michael Ehrich knüpfte in seiner Predigt an die historische und prophetische Dimension des Textwortes an. Als Jesus den Tempel verließ, wies er darauf hin, dass der Opferdienst und damit auch der Tempel selbst ihre Bedeutung verloren hätten. Die Jünger bewunderten das prächtige Bauwerk, doch Jesus machte deutlich, dass es eines Tages zerstört werden würde – ein Ereignis, das im Jahr 70 n. Chr. tatsächlich eintrat.
In diesem Zusammenhang sprach Jesus über die Zeichen der Endzeit, die seinem Kommen vorausgehen. Auf die Frage der Jünger, wann und wie dies geschehen würde, verwies der Herr auf die zentrale Botschaft des Textwortes: „Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.“ Bezirksapostel Ehrich rief die Gläubigen dazu auf, diese Mahnung zur Wachsamkeit und Bereitschaft ernst zu nehmen und sie als Grundlage für ein bewusstes und gottgefälliges Leben zu verstehen.
Der Bezirksapostel lenkte den Blick auf die tiefe Symbolik der Bereitschaft, die sich durch das Alte und Neue Testament zieht. Er erinnerte daran, wie das Volk Israel in der Nacht des Auszugs aus Ägypten angewiesen wurde, jederzeit zum Aufbruch bereit zu sein – ein Bild dafür, dass auch die Gläubigen heute wachsam bleiben und auf die Wiederkunft Christi vorbereitet sein sollen.
Besonders bewegend war der Hinweis auf David, der mutig und entschlossen gegen Goliath antrat. Der Bezirksapostel ermutigte die Gemeinde, mit derselben Entschlossenheit den Kampf gegen Sünde und die Herausforderungen des Lebens aufzunehmen. Gleichzeitig rief er dazu auf, wie der Psalmist dem Herrn jederzeit zu danken und ihn zu loben, selbst in Zeiten der Not und Bedrängnis.
Ein weiteres zentrales Thema war der Friede des Evangeliums, der die Herzen der Gläubigen erfüllen und von ihnen auf andere ausstrahlen soll. Apostel Paulus ruft die Epheser dazu auf, „bereit zu sein für das Evangelium des Friedens“ – eine Aufforderung, die auch uns zur Selbstprüfung anregt: Spüren wir den Frieden des Evangeliums in uns, und tragen wir ihn in die Welt hinaus? Ebenso wurde die Mahnung des Apostels Petrus betont, stets bereit zu sein, Rechenschaft über die Hoffnung im Glauben abzulegen.
Im Gottesdienst wirkten zudem Apostel Andreas Sargant und Bezirksvorsteher Mark Hampel mit, die durch ihre Beiträge die Botschaft des Bezirksapostels vertieften und bereicherten. Mit dem Heiligen Abendmahl als Höhepunkt des Gottesdienstes erfuhren die Anwesenden eine intensive Gemeinschaft mit Christus. Die Predigt und der gesamte Verlauf des Gottesdienstes stärkten die Zuversicht und die Glaubensgewissheit: „Unser Herr kommt!“ Mit dieser Verheißung im Herzen gingen die Gläubigen gestärkt und inspiriert in die neue Woche.
Text: NAK Süd / Bilder: Andreas Selter