Ein Wochenende voller Gemeinschaft, Spiel und festem Gottvertrauen: 39 Kinder erlebten bei der diesjährigen Freizeit der Bezirke München Süd und Nord unvergessliche Tage in Aßling. Im Schatten alter Kastanienbäume kam dabei weder der gemeinsame Spaß noch der tiefgründige Austausch zu kurz.
Vom 10. bis 12. Juli hieß es für die Jungen und Mädchen wieder: Koffer packen und auf nach Aßling/Niclasreuth! Die traditionelle Location öffnete auch in diesem Jahr ihre Tore für die beliebte gemeinsame Kinderfreizeit. Nach der Ankunft, einem stärkenden Abendessen und abwechslungsreichen Kennenlernspielen klang der Freitag mit einem echten Klassiker aus: der traditionellen „Nachtwanderung“. Dass es Anfang Juli bei klarem Himmel selbst weit nach Sonnenuntergang noch fast taghell war, tat dem Spaß natürlich keinen Abbruch.
Der Samstagmorgen begann mit einem besonderen Höhepunkt: dem gemeinsamen Kindergottesdienst. Als Grundlage diente das Textwort aus Jesaja 41,10: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, ich bin dein Gott.“ Unter intensiver und begeisterter Mitarbeit der Kinder spannte sich ein weiter Bogen von historischen Ereignissen wie der Zerstörung des Tempels in Jerusalem über kriegerische Zustände in der heutigen Welt bis hin zu ganz persönlichen Ängsten und Sorgen, die die Kinder im Alltag beschäftigen.
Das ermutigende Fazit: Gott hilft auch uns, er ist stets erreichbar – selbst wenn wir gerade einmal kein Netz oder kein WLAN haben. Und er schickt uns immer genau dann hilfreiche Menschen an die Seite, wenn wir sie am dringendsten brauchen.
Ein anschauliches Rollenspiel half den Kindern anschließend, sich auf die Feier des Heiligen Abendmahls vorzubereiten. Darin erließ ein Richter einer armen Angeklagten eine unvorstellbar hohe Geldstrafe von „100 Quintillarden Euro“ – ein Bild, das die unermessliche Gnade Gottes greifbar machte. Zum feierlichen Abschluss des Gottesdienstes gab es zudem eine echte Premiere zu feiern: Das dreifache Amen erklang komplett „unplugged“, feinfühlig begleitet nur von einer akustischen Gitarre.
Den restlichen Samstag sowie den gesamten Sonntagvormittag nutzten die Mädels und Buben, um sich bei allerlei sportlichen und spielerischen Aktivitäten so richtig auszutoben. Besonders die eigens organisierte „Spiel und Spaß Challenge“ forderte den Teamgeist und die Geschicklichkeit heraus. Wer es etwas ruhiger mochte, fand am Kreativtisch reichlich Material vor. Hier wurden unter anderem Freundschaftsbänder geflochten – und das in einer so großen Zahl, dass am Ende eine absolut rekordverdächtige Gesamtlänge zusammenkam.
Als es zur Mittagszeit selbst den Ausdauerndsten in der prallen Julisonne zu heiß wurde, funktionierte die Gruppe kurzerhand um: Im wohltuenden Schatten der großen Kastanienbäume etablierte sich allmählich eine gemütliche „Chill Area“, die eifrig für Pausen, Gespräche und zum Ausruhen genutzt wurde.
Am Sonntagmittag hieß es dann schließlich Abschied nehmen. Die eintreffenden Eltern nahmen ihre Kinder erschöpft, aber sichtlich glücklich und zufrieden wieder in Empfang. Ein herzliches Dankeschön ging dabei an das gesamte Organisationsteam und die Betreuerinnen und Betreuer für ihren unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz an diesem Wochenende.
Einziger, augenzwinkernd geäußerter Wermutstropfen der gesamten Freizeit: Ach, wenn die Betreuer es den Mädels und Buben doch bloß erlaubt hätten, um 23 Uhr abends noch die Fußball-Weltmeisterschaft im Fernsehen zu verfolgen! Doch auch ohne das späte WM-Spiel wird dieses Wochenende allen Teilnehmern noch lange in bester Erinnerung bleiben.
Text / Bilder: NAK München