Am 14. Dezember 2025 fand der letzte Jugendgottesdienst des Jahres für die beiden Münchner Bezirke Nord und Süd statt. Bezirksevangelist Michael Breiding führte den feierlichen Gottesdienst mit anschließender Spendenübergabe an die Frauenhilfe München durch.
Erneuert werden in Christus.
Der Bezirksevangelist legte seiner Predigt Johannes 3,30 zugrunde: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“
In seiner Predigt sprach der Bezirksevangelist Breiding über die Haltung Johannes des Täufers gegenüber dem wachsenden Wirken Jesu. Während viele Menschen sich Jesus zuwandten, stellte Johannes sich selbst nicht in den Mittelpunkt, sondern trat bewusst zurück. Er machte deutlich, dass seine eigene Aufgabe begrenzt sei und dass es richtig und notwendig sei, dass Christus größer werde. Dabei stellte sich die entscheidende Frage nach der inneren Haltung: Bin ich bereit, loszulassen, damit Gottes Wirken Raum gewinnt?
Die Worte verdeutlichten, dass alles Heil und jede Rettung nicht aus menschlicher Leistung hervorgehen, sondern allein aus Gottes Hand. Johannes erkannte, dass sein Dienst erfüllt war, wenn Christus sichtbar wurde – nicht er selbst. Daraus ergebe sich auch für Gläubige der Auftrag, nicht sich selbst zu bezeugen, sondern auf Christus hinzuweisen und ihm den Vorrang zu geben. Auch wenn der eigene Einsatz manchmal klein oder unscheinbar erscheine, habe er doch Bedeutung, wenn er dazu beitrage, dass Christus wächst. „Wo Christus größer wird, ist kein Dienst umsonst“, betonte der Bezirksevangelist.
Zum Abschluss verwies er darauf, dass wahre Nachfolge sich darin zeige, Christus Raum zu geben. Die Worte „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ fassten die Botschaft des Gottesdienstes treffend zusammen.
Weitere Predigtbeiträge
Neben dem Bezirksevangelisten predigten auch der eingeladene stellvertretende Vorsteher Björn Weigold (Gemeinde Grafing) und Priester Martin Heinze (Gemeinde Harthof) zu dem Bibelwort.
Musikalische Gestaltung
Der Gottesdienst wurde vom großen Jugendchor der beiden Bezirke begleitet.
Soziales Engagement der Jugendlichen
Im Anschluss an den Gottesdienst zeigte sich ganz praktisch, was gelebte Nächstenliebe bedeutet: Insgesamt 70 Geschenkpakete, gefüllt mit Drogerieartikeln, waren von den Jugendlichen im Vorfeld liebevoll zusammengestellt worden. Diese wurden im Anschluss feierlich an die Frauenhilfe München übergeben.
Gerade in der Weihnachtszeit ist diese Aktion ein besonderes Zeichen der Solidarität und Hoffnung für Frauen in Not. Stellvertretend nahm Frau Claudia Heyne (Leitung der Frauenhilfe München) die Pakete mit großer Freude entgegen und berichtete den Jugendlichen eindrücklich aus dem Alltag des Frauenhauses. Die persönlichen Einblicke machten deutlich, wie wertvoll solche Zeichen der Unterstützung für die betroffenen Frauen sind.
Ein herzlicher Dank gilt zudem humanaktiv, die diese Aktion durch eine großzügige finanzielle Beisteuerung unterstützt haben. Gemeinsam wurde so ein Zeichen gesetzt, dass christlicher Glaube sich nicht nur im Wort, sondern auch im konkreten Handeln zeigt.
Bild: L. Günther
Text: T. Kappler