Am 1. Juni feierte Apostel Sargant mit der Gemeinde in Peiting einen besonderen Gottesdienst. Ausgehend aus Apostelgeschichte 1,13a.14 sprach er über das „Obergemach“ als Ort der Ruhe, der Einheit im Gebet – und als Bild für den Gottesdienst heute. Für die Gemeinde Weilheim brachte dieser Tag bewegende Veränderungen und freudige Perspektiven.
„Diese alle hielten einmütig fest am Gebet …“ – unter diesem Leitgedanken stand der Gottesdienst, den Apostel Sargant am Sonntag, den 1. Juni, mit der Gemeinde in Peiting feierte. Im Zentrum stand das Bibelwort aus Apostelgeschichte 1,13a.14. Der Apostel erklärte, dass das sogenannte „Obergemach“ zur Zeit der ersten Christen ein Ort der Zurückgezogenheit war – ein Raum, um zur Ruhe zu kommen, sich auf das Geistliche zu konzentrieren und gemeinsam zu beten.
Auch heute sei der Gottesdienst ein solcher Rückzugsort: ein geschützter Raum, in dem der Mensch dem Wort Gottes begegnet, Gemeinschaft erlebt und Kraft für den Alltag schöpft. Trotz aller Unterschiede in Herkunft und Charakter hielten die ersten Apostel einmütig zusammen – verbunden durch ihr gemeinsames Gebet und ihre Erwartung auf die verheißene „Kraft aus der Höhe“. Diese Einmütigkeit sei auch für die heutige Gemeinde entscheidend, so Apostel Sargant: Nur in gelebter Einheit könne Gottes Segen voll zur Wirkung kommen.
Für die Gemeinde Weilheim war dieser Gottesdienst zugleich ein bewegender Einschnitt und ein hoffnungsvoller Neuanfang: Priester Markus Ländle wurde nach 39 Jahren Amtszeit – davon nahezu 28 Jahre als Priester – aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand versetzt. In seinem letzten Mitdienen betonte er die Bedeutung des Miteinanders und zitierte ein oft gehörtes Wort seiner Mutter: „Es scheitert jegliches Bemüh’n, wenn einer bremst, wo andere zieh’n.“
Auch Bezirksevangelist Ländle wurde um einen Predigtbeitrag gebeten und unterstrich die geistliche Tiefe des Gottesdienstes. Für besondere Freude sorgte die Ordination zweier neuer Diakone für die Gemeinde Weilheim: David Behrends und André Possekel wurden von Apostel Sargant in ihr Amt gesetzt – ein spürbares Zeichen des Aufbruchs. Außerdem empfing die kleine Amelie das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Ein Gottesdienst, der Herz und Geist berührte – und der zeigte, wie viel Kraft in gemeinsamer Stille, gelebter Einheit und dem Wirken Gottes liegt.
Text & Bilder: NAK Peiting